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COVID/ LONG COVID

Schlicht aber wahr: Die beste Voraussetzung um gut mit einer COVID Infektion klar zu kommen, ist zum Zeitpunkt der Infektion möglichst gesund zu sein. Dies gilt natürlich nicht nur für Coronavirus Infektionen sondern auch für alle anderen Infektionen wie die epidemische Grippe (Influenza).

Lesen Sie Gesund bleiben und Ansätze der Integrativen Medizin mit Tips für ein starkes Immunsystem.

Wenn Sie COVID haben, lassen wir Sie natürlich nicht im Regen stehen. Kontaktieren Sie uns bitte zunächst telefonisch oder per email. Wir klären dann gemeinsam welche Maßnahmen notwendig sind (incl. Arbeitsunfähigkeit, ggf. Untersuchung in der Praxis, begleitende medikamentöse Behandlung). Siehe hierzu auch Praxisorganisation in der Pandemie. Die meisten Patienten überstehen mittlerweile die Infektion ohne grössere Probleme.

Typisch ist, dass nach Infektion einige Tage bis Wochen noch Restbeschwerden wie Husten, belegte Stimme und eine verminderte Belastbarkeit bestehen können. Dieses Phänomen wird als POST COVID Syndrom bezeichnet. Die Beschwerden lassen sich gut behandeln und verschwinden in der Regel nach einiger Zeit.

 

Einige Patienten, etwa 3% (nach aktuellen Studien Stand Oktober 2022), leiden jedoch auch nach 3 Monaten nach durchgemachter Infektion noch unter deutlichen Beschwerden. Dies bezeichnet man als LONG COVID Syndrom. Hiebei kommt es vor allem zu einer ausgepräten Erschöpfung mit Verschlimmerung nach leichter Anstrengung, dem Gefühl gedanklich "vernebelt zu sein" (Brain fog), neurologischen Symptome, anhaltenden Atembeschwerden und Brustschmerz. Ähnliche Verläufe sind auch nach anderen schweren Virusinfektionen wie der Influenza bekannt und zeigen eine grosse Schnittemenge mit dem sog. Chronic Fatique Syndrom (CFS, Chronischem Müdigkeitssyndrom). Als Ursachen werden u.a. Viruspersistenz, Hochregulation von Entzündungsprozessen, Mikrodurchblutungstörung durch Bildung von Blutgerinseln sowie Entzündungsprozesse im Nervenystem angeschuldigt. Eine sichere Evidenz dazu gibt es allerdings bisher (Stand Oktober 2022) nicht.

Für das CFS existieren Therapieleitlinien, die auch für Long COVID sinvoll erscheinen. Hierzu zählen vor allem die Wiederherstellung von psychophysischer Regeneration über ein abgestimmtes Maß an Belastung und Ruhe, entündungsreduzierender Ernährung sowie regenrierender Schlaf. Biofeedback der Herzratenvariabilität kann hier zur Therapiesteuerung dienen. Begleitend kommen Therapieverfahren aus der funktionellen Medizin wie Infusionen, orthomolekulare Nahrungsergänzungen, Hypoxietraining (Höhentraining) sowie Akupunktur zur Förderung von Regeneration, Entzündungshemmung und Verbesserung der mitochondrialen Funktion zur Anwendung.